Der gleitende Durchschnitt (MA) – ist ein Instrument, welches man zurecht als universell bezeichnen kann. MA wird von Händlern ausnahmslos in allen Arten von Finanzbörsen verwendet. Obwohl der Indikator Mitte des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde hat er bis heute an Relevanz nicht verloren.
Gerade deshalb ist der MA fast in jedem Handelsterminal zu finden. Die Plattform des Brokers Pocket Option ist da auch keine Ausnahme. Das Instrument gehört zur Liste der Standardindikatoren auf der Plattform.
In diesem Beitrag werden die Eigenschaften des MA sowie die Anwendungsmöglichkeiten dieses Indikators im elektronischen Handel erörtert.
Berechnungsformel und Parameter des Indikators
Graphisch sieht der gleitende Durchschnitt wie eine wellenförmige stetige Linie aus und befindet sich unmittelbar im Preisdiagramm. Ihre Neigung und Richtung wird von einem einzigen Parameter bestimmt – von der Periode.
Die Periode weist auf die Anzahl der analysierten Kerzen hin. So werden für die Periode 14 die letzten 14 Balken zur Berechnung genommen. Die Formel selbst ist sehr einfach.
Die durchschnittlichen Werte des Schlusskurses der letzten Kerzen (die Anzahl der Kerzen wird durch die gewählte Periode bestimmt) werden summiert und dann durch deren Anzahl dividiert. So entsteht ein Punkt im Diagramm.
Der nächste entsteht nach der Bildung der letzten Kerze usw. Genau aus diesen Punkten bildet sich die Linie, die wir letztlich für die Analyse verwenden.
Um die Periode zu setzen genügt es auf das Bleistift-Zeichen neben dem Indikatornamen zu klicken, und den ausgewählten Wert im entsprechenden Feld einzugeben.
Gewöhnlich wird der Moving Average als Trendlinie eingesetzt und charakterisiert die drei grundlegenden Marktzustände:
- Der Aufwärtstrend – die Kerzen befinden sich über dem MA, und der gleitende Durchschnitt selbst ist nach oben gerichtet;
- Der Abwärtstrend – die Balken befinden sich unter dem MA, und der gleitende Durchschnitt ist nach unten gerichtet;
- Der Seitwärtstrend – die Kerzen kreuzen den Moving Avarage in beiden Richtungen.
Die obengenannte Methodik ist richtig einfach. Aber damit sie effizient funktioniert, muss für die von Ihnen gewählte Zeiteinheit die richtige Periode gesetzt werden. Zum Beispiel für die niedrigeren Zeiteinheiten (bis M15) ist der Wert 21 geeignet, für die mittleren (von M30 bis H4) – Wert 50 und für die höheren ab D1 – Wert 100.
Dieses Instrument wird indes nicht umsonst universell genannt. Neben der Bewegungsrichtung des Marktes kann es auf das für den Handelseintritt optimalen Moment hinweisen.
Wie wird mit Moving Average gehandelt?
Es gibt eine Menge von Strategien, die auf dem MA beruhen. Der Indikator wird in Kombination mit anderen Instrumenten verwendet oder es wird eine Vielzahl an Linien mit unterschiedlichen Perioden verwendet.
Doch ist die populärste Methode – den Kauf eines Kontrakts zu tätigen, wenn sich zwei gleitende Durchschnitte überschneiden. Als universell gilt die Kombination aus MA 14 und MA 21. Dabei ist der MA 14 die Signallinie.
Die Kaufregeln für elektronische Kontrakte sehen wie folgt aus:
- Der Option CALL wird gekauft, wenn der MA 14 den MA 21 von unten nach oben kreuzt;

- Der Option PUT, wird dagegen gekauft, wenn die Signallinie nach unten kreuzt.

Unabhängig von der Zeiteinheit soll die Laufzeit der Expiration bei nicht weniger als zwei Kerzen gesetzt werden.
Beim Verwenden des gleitenden Durchschnitts als Instrument zur Marktanalyse können Sie die Effizienz Ihres Handels wesentlich erhöhen. Dabei ist der Indikator trotz seiner Simplizität so flexibel, dass er von professionellen Händlern schon seit mehreren Jahrzehnten untersucht.

